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Wir können kleinere und größere Stückfärbeauftrage abwickeln. Gerade für Denim und Jeans ist ein profundes know how und große Kapazität für Beifärbungen und Überfärbungen vorhanden.

Färben

faerben1Färben von Rollenware können wir leider nicht wirtschaftlich anbieten. Mit unserer Produktion in Zielona Gora können wir aber Färbeaufträge für Stückfärbungen in jeder Größenordnung anbieten – von einzelnen Farbeinstellungen bis zu Färbungen für mehrere 10.000 Teile. Testen Sie uns – beides bieten wir wirtschaftlicher an, als Sie vielleicht vermuten! Der Anlass für Stückfärbungen an fertigen Teilen kann sehr unterschiedlich sein:

  1. Nachfärben: NOOS-Artikel in Modefarben
    Ein Artikel wird über viele Saisons immer wieder in der gleichen Form – aber in jeweils neuen Farben – kreiert und nachgefragt. Die Form wird in neutraler Grundfarbe kostengünstig in größerer Stückzahl produziert und saisonal nur in den jeweils nachgefragten Mengen in der jeweiligen Modefarbe produziert.

  2. Umfärben: Abziehen des alten Farbstoffs/der bestehenden Färbung und neu auffärben, weil
    - der Produzent hat in komplett falscher Farbe geliefert
    - die Farbstellung ist völlig unverkäuflich
    - der verwendete Farbstoff enthält Schadstoffe - der verwendete Farbstoff ist so schlecht/hat z.B. so schlechte UV-Beständigkeit, dass die Ware komplett neu gefärbt werden muss

  3. Beifärbungen: durch Nuancieren das Farbziel doch noch erreichen, weil - es nachgefärbt werden muss Farb-Kombinierbarkeit mit Komplementärteilen zu sichern - Vergilbungen/Aufhellungen nach chemischer Sanierung zu retuschieren. - unverkäufliche Ware wieder verkäuflicher zu machen.

Was kann man am fertigen Teil noch tun - auch bei Anblutungen auf helle Kontrastfarben ? – Viel mit den richtigen Dispergierern, Retardierern und Emulgatoren! Je nach Vorliegen der verschiedenen Färbetechnologien, verbessern wir die Reib- und Waschechtheiten mit verschiedenen Strategien:

  1. Direktfarbstoffe (Substantive Farbstoffe)
    ziehen durch Ihre ionische Ladung direkt aus der Färbeflotte auf die Fasern auf. Entweder durch physikalische Bindung basischer Farbstoffe an positiv(er) geladene Funktionalgruppen von cellulosischen Fasern oder an die Säuregruppen von Polyacrylnitril. Wolle und Polyamid sind dagegen durch Ihre basischen Aminogruppen für Säurefarbstoffe geeigneter.

    Bei ungenügenden Echtheiten wird die Faser mit einem entsprechend geladenen Fixierer aufgeladen, stabilisiert und umhüllt um die bereits gebundenen Farbstoffe noch fester an und in das Färbegut zu binden.

  2. Reaktivfarbstoffe
    haften auf der Faseroberfläche nicht durch physikalische Kräfte (ionische Bindung oder über polarisierende Molekülgruppen), sondern indem der Farbstoff mit der Faser eine direkte chemische Verbindung eingeht.

    Bei ungenügenden Echtheiten wird die reaktive Bindung durch vergleichbar reaktiv wirkende Chemikalien verstärkt oder die Bindungsneigung des Färbeguts angeschärft. Filmbildende Überzüge können zusätzlich den Abrieb stabilisieren


  3. Dispersionsfärbungen
    Sehen wir als eine Spezialform der Färbungen mit Bindemittel. Taucht man das Färbegut in die Suspension aus dem mit Bindemittel in Wasser gelöstem Farbstoff, diffundiert der Farbstoff in die Faser und härtet nach dem Trocknen mehr oder weniger filmbildend aus. Das Eindringen in die Faser kann bei Polyester durch Hochtemperaturverfahren (unter Druck bis zu 220 Grad ) oder Carrier verbessert werden. Nicht gebundener Dispersionsfarbstoff wird anschließend ausgespült (geseift)

    Bei ungenügenden Echtheiten liegt zuviel unfixierter Farbüberschuß des Dispersionsfarbstoffes. Der muss heruntergewaschen oder weggebleicht werden. Reibechtheiten können anschließend auch mit einem Filmbildner verbessert werden.

  4. Bei Entwicklungsfärbungen
    entsteht der Farbstoff erst durch Zusammentreffen 2er Komponenten in der Faser. Die erste, wasserlösliche Komponente wird von der Faser adsorbiert. Erst mit Zugabe der 2. Komponente bildet sich dann der wasserunlösliche Farbstoff (so z.B. bei der Azokupplung). Bei Küpenfärbungen (z.B. Indigo) wird der wasserunlösliche Farbstoff direkt von der Faser adsorbiert

    Bei ungenügenden Echtheiten werden spezifische Prozesschemikalien eingesetzt, die die einzelnen Schritte des Prozesses nachbilden und verbessern. Deren Geeignetheit häufig wegen fehlender Infos vom Produzenten des zu bearbeitenden Gutes oft erst durch langwieriges Austesten geklärt werden.